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Pfarrerin Christina Roepke-Keidel
Geisenheimer Straße 11
65385 Rüdesheim am Rhein
Telefon: 06722 9372502
christina (at) keidelonline (dot) de

Pfarrerin Dr. Julia Mack-Heil
Birkenhof 1
65366 Geisenheim
0175 359 52 85
Julia-mack (at) gmx (dot) de

Grußwort Kirchenfenster

Liebe Gemeinde,
der Monatsspruch für Juni lautet:
„Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.“ (Sprüche 16,24)
Diese Verse tun gut! Freundliches, höfliches miteinander Reden baut auf und hilft der Seele und dem Körper- gute Worte können im wahrsten Sinne des Wortes „aufrichten“. Nach einem Sturz helfen neben der tatkräftigen Hilfe auch tröstende, liebevolle Wort: Komm, du schaffst das, ich helfe dir, es wird alles wieder gut.
Jeden Tag ein gutes Wort zu einem anderen Menschen und ich sehe die positive Reaktion sofort in seinem Gesicht, seinem Ausdruck. Wie schön, dich zu sehen, wie gut, dass sie gekommen sind, danke für die Hilfe.
Nicht jedem unter uns ist es von Natur aus gegeben, auf andere Menschen zuzugehen, freundlich zu sein- aber man kann es lernen, und einüben. Ausprobieren! Dem anderen Menschen ins Gesicht sehen, ihn erkennen, wahrnehmen und dann freundlich reden und spüren, meine guten Worte kommen an. Und sie kommen in Freundlichkeit und oft auch einem Lächeln zu mir zurück. Einfachste Kommunikation, die doch vielen auch schwer fällt, aber auch das ist christliche Lebensart: unser freundlicher, wertschätzender Umgang mit einem jeden Menschen, den Gott mir über den Weg schickt.
Wir wissen, die guten Worte Jesu konnten helfen, trösten und aufrichten und neuen Lebensmut verleihen.
Der Monatsspruch für den Juli hingegen ermahnt uns zur Aufmerksamkeit und vor allem zur Besonnenheit: „Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“ (Jakobus 1, 19).
Schnell zum Hören, bedeutet, dem Gegenüber aufmerksam zuhören und versuchen zu verstehen, was er mir sagen möchte. Dann darüber nachdenken und erst dann antworten. Nicht gleich alles aussprechen, was einem in den Sinn kommt, sondern sortieren und sich fragen: ist das gut oder hilfreich oder nützt es dem Anderen, was ich sagen möchte?
Und vor allem: Langsam im Zorn! Der Zorn kann oft die Beziehungen zwischen uns Menschen stören oder sogar zerstören. Welches Recht habe ich denn überhaupt, über meinem Nächsten zornig zu sein und ihn zu beschimpfen? Der Zorn vertreibt den Verstand und die Argumente, er hinterläßt oft Scherben und Trauer. Wer kennt das nicht aus der Familie: Ein Zornausbruch ist schnell geschehen- aber wer kehrt nachher die Scherben zusammen? Wer entschuldigt sich für seine Wut? Der Zorn, die Wut der Eltern z.B. kann bei den Kindern tiefe, oft lebenslange Spuren der Angst hinterlassen. Und heutzutage sollten wir besonders vorsichtig sein, was wir in unsere E-Mails reinschreiben oder in anderen Nachrichten. Schnell geschrieben und dann erledigt? Nein-über solche Nachrichten wird lange gegrübelt und manchmal werden sie auch schnell weitergeschickt und sind dann in der Welt und nicht mehr zurückzuholen, wie ein böses Gerücht.
Für unsere Worte, unsere Reden, unser Schreiben haben wir genau eine solche Verantwortung, wie über unser Tun und Handeln.
Der Monatsspruch für den August gibt uns Christen einen guten Auftrag:
„Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.“ (Matthäus 16,26).
Unterwegs im Auftrag der frohen Botschaft Jesu. Wir sind seine Botschafter und Botschafterinnen. Er kommt wieder. Der Himmel auf Erden kann jetzt schon unter uns beginnen. Jesus schenkt uns dazu die Kraft, die Worte und den Verstand; wenn wir ihn darum bitten.
Ich wünsche Ihnen, liebe Gemeinde, eine fröhliche Sommerzeit mit guten Begegnungen und aufrichtenden Worten und viel sonniger Freundlichkeit-
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Pfarrerin Christina Roepke-Keidel


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